Drittes Feuerwehrhaus eingeweiht – damit gilt die Hilfsfrist von zehn Minuten für jede Stelle in Winnenden
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Winnenden. Das Feuerwehrhaus Zipfelbach geht in Betrieb. Am Freitagabend wurde es feierlich eröffnet mit einer Rede des Stuttgarter Innenministers Thomas Strobl und mit dem Versprechen des Stadtbrandmeisters Harald Pflüger: „Wir können jetzt innerhalb von zehn Minuten an jeder Stelle in Winnenden sein.“
Diese Hilfsfrist war der wichtigste Grund für den Bau des dritten Feuerwehrhauses von Winnenden, und das wurde in den Eröffnungsreden immer wieder betont, am deutlichsten von Pflüger, der nochmal an das Feuerwehrkonzept für die Stadt erinnerte, an die Tatsache, dass aus sechs Feuerwehren eine gemeinsame für die ganze Stadt mit drei Abteilungen wurde, und dass 2011 dieses Konzept nochmal überprüft wurde und Feuerwehr sowie Gemeinderat zum Ergebnis gelangten: Diese dritte Haus muss sein. Es sollte über 4 Millionen Euro kosten. Das war beim Baubeschluss schon bekannt, und dieser Betrag wurde ziemlich genau eingehalten, 4,2 Millionen Euro seien es jetzt, erklärte OB Hartmut Holzwarth. „Ein Gründach, über das wir länger diskutiert hatten, konnten wir uns auch noch leisten.“ Holzwarth erinnerte daran, dass Winnenden mit seinem Teilorten seit 1949 ein halbes Dutzend Feuerwehrhäuser gebaut habe: „Ich hoffe, dass dies hier das letzte war.“
Der Innenminister, der in den vergangenen Tagen mehrfach bei Feuerwehrleuten war, die im Hochwassereinsatz waren, sagte, was Politiker für Feuerwehren tun müssen: „Wenn wir Menschen beauftragen, dass sie unter Einsatz ihres Lebens Menschen retten, Schäden begrenzen und beseitigen, dann müssen wir dafür sorgen, dass sie eine optimale Ausstattung haben ... Dazu gehört auch ein schönes und funktionales Gebäude.“ Das Feuerwehrhaus sei für Bürgerinnen und Bürger wichtig. Es sei ein gutes Gefühl zu wissen, dass die Feuerwehr innerhalb von zehn Minuten bei ihnen sei.
Architekt Prof. Kai Haag aus Stuttgart freut sich über den Standort, der ein besonderer sei, am Stadtrand beim Klinikum. Und der auch besonders schön sei, denn vom Schulungsraum aus könne man durchs Panoramafenster auf den Haselstein schauen: „Dieser Blick erinnert mich an meine Jugend in Winnenden, als wir dort oben Festle feierten.“
Seelsorgerin und Pfarrer segnen das neue Gebäude
Seelsorgerin Maria Lerke von der katholischen und Pfarrer Hartmut Greb von der evangelischen Kirche segneten das neue Gebäude. Greb sprach das Feuerwehrmotto: „Gott zu Ehr, dem Nächsten zur Wehr.“ Lerke verteilte Weihwasser in vier Richtungen und übers Publikum.
Quelle: Winnender Zeitung vom 18.06.2016
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 Innenminister Thomas Strobl sprach am Freitagabend zur Eröffnung des Feuerwehrhauses Zipfelbach vor vielen Feuerwehrleuten, deren Angehörigen und vor Stadtbauamtsleiter Klaus Hägele, Finanzdezernent Jürgen Haas, den Landtagsabgeordneten Ulrich Goll, Willi Halder, Siegfried Lorek, Landrat Richard Sigel, OB Hartmut Holzwarth und Architekt Kai Haag (von links). (Bild: ZVW)  Sichtbeton, Holz und Glas sind die wesentlichen Materialien des Feuerwehrhauses Zipfelbach. (Bild: ZVW) |
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