Jahr für Jahr bekommt die Winnender Feuerwehr mehr der neuen Repräsentationsanzüge
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Winnenden. Die Feuerwehr organisiert sich neu, plant und übt jetzt schon die Aufteilung auf künftig drei Feuerwehrhäuser. Dies berichtete Kommandant Harald Pflüger im Gemeinderat.
Im Prinzip ist alles vorbereitet. Die Feuerwehr könnte jetzt schon einziehen, wenn das neue Feuerwehrhaus Zipfelbach fertig wäre, sagt Pflüger.
Im Prinzip steht die Freiwillige Feuerwehr gut da: Von 179 auf 191 ist die Zahl der Aktiven gestiegen. Die Frage ist nur: Wie viele sind tagsüber innerhalb von fünf Minuten einsatzbereit? 22, sagt Pflüger. Weitere 23 kommen in den nächsten fünf Minuten. Die insgesamt 45 Frauen und Männer müssen die meisten der Einsätze unter der Woche meistern. Die anderen können nicht bereit sein, weil sie ihren Arbeitsplatz außerhalb Winnendens haben, erklärte Pflüger.
Der Kommandant denkt an die Zukunft der Feuerwehr, hofft sehr, dass sie nicht so bald auf Berufsfeuerwehrleute angewiesen ist. Er rechnet damit, dass sich der Frauenanteil in der Wehr erhöhen wird, möchte Migranten anwerben für die Feuerwehr und ist dabei, Feuerwehrleute zu gewinnen, die woanders wohnen, aber in Winnenden arbeiten.
Für die 191 aktiven Feuerwehrleute schafft die Wehr in diesen Jahren neue Repräsentationsuniformen an. Einige Feuerwehrleute trugen sie schon bei der jüngsten Hauptversammlung, auch Kommandant Harald Pflüger. Die neue Uniform ist schlanker, feiner, eleganter als die alte. Sie hat neue Schnitte und sie hat vor allem auch Schnitte für Frauen, die bei der alten Uniform aus der Nachkriegszeit noch nicht vorgesehen waren. Die aus einer Dienstjacke, Diensthose, Diensthemd und Krawatte bestehende Feuerwehrdienstkleidung kostet 202 Euro. Die Beschaffung ist über einen Zeitraum von vier Jahren verteilt. Derzeit sind bereits 100 aktive Feuerwehrleute mit neuen Uniformen ausgestattet.
Zunächst hatte Harald Pflüger gar nicht damit gerechnet, dass sich die neue Uniform durchsetzen würde. Aber als mal die ersten zehn Feuerwehrgruppen im Land neu eingekleidet waren, kam die Nachfrage. „Vor allem die Jungen wollten die neue Kleidung haben“, sagt Pflüger. Die Alterswehr bleibt in Winnenden aber weiterhin bei den alten Uniformen, die man am dünnen roten Rand des Kragens und den betonten Brusttaschen erkennen kann.
Quelle: Winnender Zeitung vom 06.05.2015
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 Alte und neue Uniform bei der Hauptversammlung im Januar: Sepp Schüle (links) trägt die Jacke mit dem dünnen roten Rand am Kragen, Harald Pflüger hat die neue Jacke mit den Schulterklappen. (Bild: ZVW) |
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