Feuerwehrhaus: Bau beginnt

28.02.15 - 10:30 - Daniel Bahner
Spatenstich zwischen Südumgehung und Zipfelbach / Übungsturm so hoch wie Ramme
Von unserem Redaktionsmitglied Regina Munder

Winnenden. Den Regen zum Spatenstich fürs neue Feuerwehrhaus am Freitag hat niemand krummgenommen. Die Feuerwehr löscht schließlich auch mit Wasser, und überhaupt sei man in dieser Truppe "nicht aus Pappe", wie Stadtbrandmeister Harald Pflüger zu Beginn der Ansprache von Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth einwarf.

Die Vorfreude auf das neue Haus neben dem Rems-Murr-Klinikum ist deutlich zu spüren. Lächelnde und lachende Gesichter, viele unter den Uniformmützen der Feuerwehr, drängen sich erst um den ohne Mikro sprechenden OB, dann um die Kaffeetränke und die Stehtische. "Es wohnen viele von der Jugendfeuerwehr im Schelmenholz, und wir hoffen, dass das neue Haus weitere Leute aus den nahen Wohngebieten motiviert, zu uns zu kommen." Harald Pflüger und Kreisbrandmeister Andreas Schmidt sind überzeugt vom neuen Konzept, das die Feuerwehr mit diesem letzten Baustein vollendet. Am Montag kann die Firma Schief mit dem Erstellen des Rohbaus beginnen. Sie rechnet mit drei Monaten Bauzeit, das Richtfest könnte also noch vor den Sommerferien gefeiert werden. Professor Kai Haag vom Stuttgarter Büro "Drei Architekten" ist zuversichtlich, dass die Bauzeiten und auch die Kosten eingehalten werden. Viele Gewerke sind schon vergeben, und auch die Zufahrt zum Gelände ist schon so befestigt (man nennt das äußere Erschließung und dazu gehört auch eine Linksabbiegespur von der Südumgehung aus), dass die Lastwagen nicht im Schlamm des ehemaligen Ackers im ehemaligen Zipfelbachbett versinken werden.

Wasserläufe benennen die neuen Feuerwehrhäuser

Apropos Zipfelbach: Die Namen der beiden durch Winnenden fließenden Wasserläufe hat die Feuerwehr für ihre neuen Häuser gewählt. Wasser ist, wie gesagt, für sie ein gutes Omen. 2010 wurde "Buchenbach" in Höfen fertig (eigentlich nahe dem Brunnbächle gelegen), seitdem haben sich dort die Teilortwehren Bürg, Höfen/Baach, Birkmannsweiler und Hertmannsweiler zusammengetan. Im alten Feuerwehrhaus "Mitte" (eigentlich am Buchenbach gelegen) werden ab nächstem Jahr alle Feuerwehrleute üben und zum Einsatz starten, die in dessen Umkreis wohnen. In den Neubau "Zipfelbach" (hier nickt der Heimatkundler wohlwollend) kommen ab 2016 Feuerwehrfrauen und -männer aus Breuningsweiler, Hanweiler, dem Schelmenholz, Lange Weiden und einem Teil des Stöckach. OB Holzwarth nennt das Gebiet "Winnenden-West". Da wohnen grob gesagt alle, die bei einem Einsatz durch die vielen Tempo-30-Straßen so langsam anrollen müssen, dass der erste Trupp das Feuerwehrhaus Mitte schon verlassen hat, bis sie dort sind.

Quelle: Winnender Zeitung vom 28.02.2015

Da fliegen für einen Moment nicht nur die Tropfen vom Himmel, sondern auch die Holzspäne. Auf dem Baufeld fürs neue Feuerwehrgerätehaus „Zipfelbach“ gibt Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth das Kommando, und Architekt Professor Kai Haag, Stadtbrandmeister Harald Pflüger, Lisa Reichardt von der Jugendfeuerwehr, Bürgermeister Norbert Sailer und Stadtrat Richard Fischer legen los. Wenn alles gutgeht, steht in drei Monaten der Rohbau und im Mai oder Juni 2016 ist alles samt Übungsturm fertig. Foto: Bernhardt (Winnender Zeitung)

Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth (2.v.l.) spricht zum Baustart des Feuerwehrhauses, beschirmt von Dezernent Jürgen Haas (l.). Foto: Bernhardt (Winnender Zeitung)


Dateien:

Winnender_Zeitung_2015_02_28.pdf