Tanklaster verliert 25 000 Liter Emulsion

22.12.14 - 09:37 - Daniel Bahner
Boden- und Wasser-Untersuchungen am Montag sollen klären, ob Lein-Ursprung verunreinigt wurde
Althütte/Kaisersbach (ngr). Ein Tanklaster hat aufgrund eines Risses im Tank am Samstagabend gegen 18 Uhr von Althütte kommend bis zum Ebniseekreisel wohl 25 000 Liter Emulsion auf der Straße verloren, den Großteil davon im Bereich einer geteerten Ausbuchtung beim Ebniseekreisel.

Kurz vor 18 Uhr bemerkte am Samstag ein 55-jähriger Sattelzugfahrer auf der Fahrt von Althütte auf der Landesstraße 1120 in Richtung Ebniseekreisel, dass er ein Leck an seinem Tank hat. Der Tank war mit circa 25 000 Litern Industrieabwasser, einer ölig-wässrigen Emulsion, befüllt. Kurz darauf hielt er am Ebniseekreisel an einem geteerten Waldweg an und meldete den Sachverhalt der Feuerwehr.

Außer der Feuerwehr Kaisersbach rückten noch die Feuerwehren Winnenden, Welzheim und Allmersbach mit insgesamt sieben Fahrzeugen und 50 Mann aus. Der Feuerwehr gelang es, bei ungünstiger Witterung (Regen, Graupel, Windböen) einen Teil der Ladung aufzufangen, sie konnte jedoch nicht verhindern, dass ein Teil von der Fahrbahn in das angrenzende Erdreich lief. Ein Vertreter des Landratsamtes, der unteren Wasserbehörde, war vor Ort und nahm Proben der Emulsion und des angrenzenden Erdreichs zur weiteren Untersuchung. Er wird am Montag Proben aus dem tieferen Erdreich entnehmen und untersuchen lassen, erläuterte der Kaisersbacher Feuerwehr-Kommandant Stefan Fuchs.

Nach bisherigen Erkenntnissen ist kein Abwasser in den angrenzenden, rund 600 Meter entfernten Leinursprung gelangt. „Es wird sich am Montag herausstellen, wie die Bodenbeschaffenheit ist und wohin Flüssigkeit versickert ist“, sagte die Kaisersbacher Bürgermeistern Katja Müller. „Das schlimmste Szenario wäre, dass die Lein kontaminiert wurde, dann müsste wohl Erdreich abgetragen werden.“ Der Leinursprung liegt im Natur- und Landschaftsschutzgebiet gemäß der europäischen Fauna-Flora-Habitat(FFH)-Richtlinie, aber nicht in einem Wasserschutzgebiet. Die Fahrbahn der Landesstraße war sehr schmierig und rutschig. Die Straßenmeisterei Backnang wurde alarmiert, streute den Bereich bis in die Nacht ab und sicherte die Strecke mit Gefahrenschildern. Wie der Riss im Tank zustande kam, ist unklar. Möglicherweise schrammte der Tank irgendwo entlang oder blieb hängen.

Quelle: Winnender Zeitung vom 22.12.2014

Die Feuerwehr begrenzte das Versickern, so gut es ging. Bild: 7aktuell.de/Herlinger (Winnender Zeitung)


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