Feuerwehrhaus Zipfelbach wird auf Betonplatte gebaut

22.12.13 - 09:54 - Daniel Bahner
Gemeinderat billigt Detailpläne des Architekten Kai Haag und Kosten von 4,1 Millionen Euro
Winnenden (itz).

Einsparungen von 190 000 Euro hat der Stuttgarter Architekt Professor Kai Haag noch herausgeschwitzt aus seinen Plänen für das Feuerwehrhaus Zipfelbach. Damit kostet es jetzt voraussichtlich 4,13 Millionen Euro. Für die Gemeinderäte, die vor einem Jahr noch gehofft hatten, dass das Feuerwehrhaus um die 2 Millionen Euro kosten würde, ist dies immer noch ein schmerzhaft hoher Betrag. Aber sie stimmten den neuen Detailplänen zu und anerkannten die Einsparungen, die im Detail erreicht wurden.

SPD-Stadtrat Andreas Herfurth erkundigte sich genau nach dem Fundament und nach der Absicherung gegen Nässe aus dem grundwasserreichen Untergrund in der Zipfelbachaue, deren Auswirkungen man von der Kreisklinik her kennt. Das Feuerwehrhaus wird ganz anders als die Klinik. Vor allem hat es keine Keller, betonte Bauamtsleiter Klaus Hägele. Architekt Kai Haag möchte, dass die Erdfläche zunächst mit einer 80 Zentimeter dicken Schotterschicht aufgefüllt wird. Darauf will er eine 35 Zentimeter starke Stahlbetonplatte setzen als Fundament. Der Druck werde damit gleichmüßig verteilt und diese Variante sei günstiger als eine Pfahlgründung.

Uwe Voral (SPD) machte sich stark für ein Gründach, bekam aber von Richard Fischer (CDU) gleich Widerspruch: „Es ist gut, dass Kosten gemindert wurden, aber ich fände es net gut, wenn Kostenvorteile gleich wieder irgendwo verbaut würden.“ OB Holzwarth erklärte, ein Gründach würde teurer. Er möchte, dass es trotzdem ausgeschrieben wird, alternativ zu einem unbegrünten Flachdach. Dann könnte der Gemeinderat anhand von Preisunterschieden entscheiden übers Dach.

Das Feuerwehrhaus bekommt eine Fassade mit Dämmung und Holzverkleidung. „Ist Holz teurer?“, fragte Richard Fischer. „Sicher“, sagte der Architekt. Holz sei teurer als Styropor mit Putz, aber es sei günstiger als Blech oder Faserzement und wartungsärmer als Putz.

„Gibt es einen Fußweg von der Klinik zum Feuerwehrhaus?“, fragte Peter Friedrichsohn (FDP). Der werde angelegt, so Architekt Kai Haag.

Quelle: Winnender Zeitung vom 21.12.2013

Feuerwehrhaus Buchenbach (Symbolfoto)