Hauptversammlung der Feuerwehr: Mit dem künftigen Feuerwehrhaus Zipfelbach soll sich die Lage für den Teilort bessern
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Winnenden. Die Winnender Feuerwehr ist dringend auf den Neubau des Feuerwehrhauses Zipfelbach angewiesen. Insbesondere hofft sie, Personalprobleme, die in Breuningsweiler entstanden sind, mit diesem in Zukunft nächstliegenden Feuerwehrhaus ausgleichen zu können.
Die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Winnenden fand am Freitag in der Gemeindehalle Höfen statt. Stadtbrandmeister Harald Pflüger erklärte: Mit den Bauarbeiten soll es im September losgehen, fertig werden will man bis zum 31. Dezember 2015. In diesem über vier Millionen Euro teuren Neubau sollen vier Einsatzfahrzeuge stationiert werden und insgesamt 80 Feuerwehrangehörige aus den Abteilungen Stadtmitte, Hanweiler und Breuningsweiler ihren Übungs- und Einsatzdienst leisten. Sie werden in einer neuen Abteilung „Zipfelbach“ zusammengefasst.
Akut wird diese Neugründung nicht nur im Hinblick auf das neue Kreiskrankenhaus (an dessen Brandschutzvorsorge die Winnender Feuerwehr intensiv plant und übt), sondern auch hinsichtlich der Situation in der Abteilung Breuningsweiler. Hierzu erklärte Pflüger: „Aufgrund des seit Jahren anhaltenden Personalrückgangs war eine Übungs- und Einsatzfähigkeit nicht mehr gegeben. Ein Wechsel in die Abteilung Stadtmitte war für die verbliebenen Abteilungsangehörigen keine Lösung. Aus diesem Grund haben alle am Jahresanfang 2014 ihren Austritt erklärt. Zum Teil sind die ehemaligen Kameraden in die Altersfeuerwehr übergetreten.“ Doch die Lage sei in dem ehemaligen Brestlingsdorf nicht ganz hoffnungslos. Pflüger: „Erfreulicherweise konnten im Laufe des vergangenen Jahres zwei Neuaufnahmen aus Breuningsweiler verzeichnet werden.“
Kreisbrandmeister will sich für Fördermittel einsetzen
Kreisbrandmeister Andreas Schmidt versprach: „Ich werde mich persönlich für die Fördermittel einsetzen, damit mit dem Bau des neuen Feuerwehrhauses wie geplant dieses Jahr angefangen werden kann!“
Bürgermeister Norbert Sailer meinte, der aktuelle Jahresbericht des Kommandanten belege, dass Winnenden über eine der best-organisierten, bestausgerüsteten und best-aufgestellten Feuerwehren des Kreises verfüge. Die Bürger der Stadt könnten sich voll und ganz auf ihre Feuerwehr verlassen und stolz auf sie sein.
Einen Überblick über die Zukunftssicherung der Winnender Wehr gab Stadtjugendfeuerwehrwart Daniel Bahner in seinem Jahresbericht. Er und sein Team betreuen 37 Jugendliche, 33 aus dem Bereich der Abteilung Stadtmitte, vier aus dem der Abteilung Buchenbach. „Im Fokus unserer Arbeit war wieder die Nachwuchsgewinnung. Hier haben wir an die positive Erfahrung bei der Übung mit der Grundschule Breuningsweiler im Jahr 2012 angeknüpft und konnten die Birkmannsweiler Grundschule für eine Übung begeistern“, so der Jugendfeuerwehrwart. Man spüre, „dass die Freizeit der Kinder weniger wird und der schulische Leistungsdruck zugenommen hat“.
Hierzu verwiesen sowohl Kommandant Pflüger wie Kreisbrandmeister Schmidt auf ein neues Konzept, durch das Kinder bereits ab sechs Jahren angesprochen werden sollen. Hierfür sei allerdings die qualifizierte Unterstützung von Erziehern und Pädagogen notwendig. Bahner verwies darauf, dass die Winnender Jugendfeuerwehr heuer ihr 50. Gründungsjubiläum begehe und kündigte dazu ein umfangreiches Festprogramm an.
Neuaufnahmen, Beförderungen, Ehrungen
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden David Driegert, Rahim Ozan, Felix Hartmann, Simon Klein, Michael Brunner, Kathrin Sudyka, Thomas Weith und Kevin Gauger als neue Mitglieder der Einsatzabteilungen begrüßt.
In die Jugendfeuerwehr wurden Michelle-Celine Roll, David Fetzer, Daniel Heidt, Tom Reichardt, Scott Jöbses, Charlotte Lorenz, Eleni Karamanli, Despina Karamanli und Konstantinos Mpourgaslis neu aufgenommen.
Befördert wurden Timo Krug und Dominik Wied, Daniel Brinzer, Steffen Herzog, Marcel Pfeifer, Thorsten Class, Nadja Buchmüller, Jens Kehl, Jan-Martin Krammer, Julian Luckert und Florian Claß zu Feuerwehrleuten.
Philipp Dargies, Christian Häupl, Tobias Hackel Christian Angerbauer und Alfred Girnt wurden zu Hauptfeuerwehrleuten befördert. Tobias Distler ist jetzt Löschmeister; Thomas Weith Oberlöschmeister; Harald Mang Hauptlöschmeister.
Zu Oberbrandmeistern ernannt wurden Frank Dissertori, Manfred Luckert, Thomas Hohlmayer und Dittmar Claß.
Zum 40-jährigen Dienstjubiläum wurden Walter Brucker und Albrecht Ekert mit dem Feuerwehrabzeichen in Gold und der Bürgermedaille ausgezeichnet, zum 25-jährigen Karl-Heinz Wielsch mit dem Feuerwehrabzeichen in Silber und ebenfalls der Bürgermedaille
Heinz Krug und Ernst Seitz wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Bürgermeister Norbert Sailer, der aufgrund einer Umorganisation im Rathaus die Verantwortung für die Feuerwehr an Jürgen Haas abtrat, wurde mit der silbernen Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbands Rems-Murr geehrt.
Quelle: Winnender Zeitung vom 03.02.2014
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 Ehrungen bei der Feuerwehr in der Gemeindehalle Höfen: Bürgermeister Norbert Sailer, Stadtbrandmeister und Kommandant Harald Pflüger, Ernst Seitz, Heinz Krug, Albrecht Eckert, Walter Bruckner, Karl-Heinz Wielsch und Kreisbrandmeister Andreas Schmidt (von links). (Bild: Steinemann; ZVW) |
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