|
Winnenden. Nach dem Hochhausbrand in der Forststraße 22 im Schelmenholz am vergangenen Sonntag ist nun klar, dass das Feuer auf einem Sofa auf dem Balkon ausbrach.
Auch nach dem Einsatz der Experten vom Landeskriminalamt kann die eigentliche Brandursache nicht genau geklärt werden, so die Polizeidirektion. Sicher ist nur, dass das Feuer nicht, wie zunächst angenommen, in einer der beiden Wohnungen ausbrach, sondern auf dem Balkon. Dort stand ein Sofa. Es wurde durch den Brand jedoch so stark zerstört, dass sich nicht mehr eindeutig herausfinden lässt, was ihn auslöste.
War’s ein Teelicht oder eine Kippe?
Es bleiben nur Spekulationen: Denkbar wäre, dass ein offenes Feuer, zum Beispiel in Form eines Teelichts, das Feuer auslöste. Aufgrund der Lage des Balkons wäre auch denkbar, dass beispielsweise ein Zigarettenstummel, der von einem anderen Balkon herabfiel, den Brand hervorrief. Da kein eindeutiger Nachweis möglich ist, bleibt die Frage, ob fahrlässiges Handeln der Auslöser war, offen. „Vorsätzliche Brandstiftung können wir ausschließen“, sagt Polizeipressesprecher Ronald Krötz.
Klar sei jedoch, dass der starke Wind maßgeblich dazu beigetragen hat, dass sich das Feuer anschließend über zwei Wohnungen ausbreitete. Eine Markise erleichterte den Flammen zusätzlich, sich zur Nachbarwohnung durchzufressen. Am Sonntagnachmittag um 15 Uhr wurde der Alarm ausgelöst. Zwei Wohnungen im dritten Stock des Hochhauses neben der Fernwärmezentrale brannten aus. Die Feuerwehr hatte begonnen, das Gebäude zu evakuieren, konnte den Brand aber in einer halben Stunde löschen. Der Schaden beträgt mindestens 100 000 Euro, vier Bewohner sind bei Verwandten untergekommen.
Quelle: Windender Zeitung 31.10.2013
|
|
 Brand zweier Wohnungen in einem Hochhaus in Winnenden Schelmenholz Bild. ZVW |
|