Ursache des Hochhausbrands noch immer unklar

29.10.13 - 08:52 - Florian Claß
Winnenden. Nach dem Brand am Sonntag in einem Hochhaus im Schelmenholz sind zwei Wohnungen im dritten Stock unbewohnbar. Gestern suchten Kriminaltechniker nach der Ursache des Feuers, konnten aber noch kein Ergebnis mitteilen.

Der Schreck vom Sonntagnachmittag war für die meisten Hochhausbewohner der Forstraße 22 schnell verdaut. Wer evakuiert war, konnte nach weniger als einer Stunde zurück in seine Wohnung. Anders sah die Situation für die Bewohner der vom Feuer komplett zerstörten Räume aus. Sie sind über Wochen hin unbewohnbar. Drei Betroffene, die zunächst wegen einer leichten Rauchvergiftung ins Krankenhaus mussten, sind mittlerweile wieder entlassen. Sie kamen bei Verwandten unter. Gleiches gilt für die Person, die zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht in ihrer Wohnung war.

Pflüger: Bewohner nicht in Gefahr

Die polizeilichen Ermittlungen zur Brandursache waren gestern noch nicht abgeschlossen. Die Pressestelle hält sich mit Aussagen sehr bedeckt. Klar sei nur, dass das Feuer in der einen Wohnung entstand und dort von viel brennbarem Material genährt wurde. Es breitete sich auf den Balkon und dann auf die Nachbarwohnung aus.

Der starke Wind erschwerte zwar die Löscharbeiten, dennoch traten keinerlei Komplikationen auf. Das 32 Mann starke Team der Freiwilligen Feuerwehr verschaffte sich sowohl über das Treppenhaus als auch über eine Drehleiter Zugang und hatte das Feuer so in kürzester Zeit unter Kontrolle. „Die Sicherheit der Bewohner war nicht in Gefahr“, erklärt Kommandant Harald Pflüger. Mit Hilfe von Lüftern gelang es, das Treppenhaus weitestgehend rauchfrei zu halten, was eine problemlose Evakuierung ermöglichte.

Da zunächst unklar war, wie schnell sich das Feuer ausbreiten würde, waren am Sonntag ausreichend Krankenwagen, Feuerwehrautos und Helfer für die Bewohner des zwölfstöckigen Hauses zum Brandort gekommen.

Quelle: Winnender Zeitung vom 29.10.2013

Brand zweier Wohnungen in einem Hochhaus in Winnenden Schelmenholz. Noch ist die Ursache ungeklärt. Bild: ZVW