Helden bei der Feuerwehr

16.07.13 - 19:24 - Martin Frank
Viertklässler berichten im Rahmen von „Zeitung in der Grundschule“ über das Thema Feuer
Winnenden. Seit ihrer Projektwoche zum Thema „Feuer“ haben einige der Viertklässler aus der Grundschule Schelmenholz einen neuen Traumberuf: „Ich möchte Feuerwehrfrau werden, weil es aufregend ist und man Menschen rettet“, erklärt die zehnjährige Djellza. Und David, der sowieso schon bei der Jugendfeuerwehr mitmacht, nickt.

Er erzählt, dass er dort oft mit Schläuchen und einem Hydranten spielen darf. Dass mache riesig Spaß und Michelle findet: „Feuerwehrmänner sind auch Helden. Weil sie so ein Risiko eingehen, um Menschen zu retten.“

Eine Woche lang haben die Kinder alles Mögliche über das Element Feuer gelernt. Nun geht es darum, im Rahmen des Projektes Zeitung in der Grundschule auch einen guten Artikel darüber in der Zeitung zu schreiben.

Der Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr in Winnenden hat die Kinder besonders beeindruckt. Der sollte auf jeden Fall in der Zeitung stehen: Die Kinder durften dort zum Beispiel die Drehleiter des Feuerwehrautos in die Höhe fahren. „Mein Bauch hat sich ganz flau angefühlt. Ich war total aufgeregt“, erzählt Katharina, „es war toll, die Häuser so von oben zu sehen. Und ich habe mir vorgestellt, wie es wäre, wenn ich jemanden aus einem brennenden Haus retten könnte“, sagt sie.

Und Lisa erzählt, wie sie mit ihrer Freundin in künstlichem Rauch spielen durfte. „Keine Hand konnte man sehen und auch der Mund wurde ganz trocken“, erzählt sie. Erst plötzlich seien da die Umrisse ihrer Klassenkameraden aufgetaucht. „Das ist so wie in echt, nur wenn es brennt, ist der Rauch gefährlich und giftig“, erklärt sie. Darum tragen Feuerwehrmänner dann auch Atemschutzmasken.

Stichflamme aus dem Teelicht: „Wir haben uns total erschreckt“

Doch nicht nur bei der Feuerwehr, auch bei den vielen Experimenten im Klassenzimmer gab es viel zu entdecken: Dass ein kleines Teelicht eine riesige Stichflamme erzeugen kann, hätten die Kinder vorher nie vermutet. „Wir haben uns total erschreckt“, sagt Marcel.

Für das Experiment hielten die Kinder festes Wachs in einem Teelichtschälchen mit einer Grillzange über eine Flamme. So lange, bis das Wachs flüssig wurde und dampfte. „Man kann es dann nicht mehr anzünden“, erklärt Marcel. Erst nach einigen Versuchen. Aber statt einer kleinen Kerzenflamme schoss eine große Stichflamme in die Luft.

Wer dann erschrickt und das Teelicht wie die Viertklässler schnell unter dem laufenden Wasserhahn löschen will, hat auch kein Glück. „Das Wachs ist dann ja gasförmig und leichter als das Wasser. Es ist in der Luft und kann nicht durch das herabfließende Wasser gelöscht werden“, erklärt Martin. Nun war allen klar: Nicht das flüssige Wachs ist der Brennstoff der Kerze, sondern der Wachsdampf - also das gasförmige Wachs.

Doch Feuer ist nicht nur gefährlich, sondern auch nützlich. Früher konnten sich die Menschen nur am Feuer wärmen oder ihr Essen wärmen. Damals gab es noch keinen Strom.

Quelle: Winnender Zeitung vom 16.07.2013

Eine Woche lang experimentierten die Viertklässler der Grundschule Schelmenholz zum Thema „Feuer“ und besuchten auch die Feuerwehr. (Bild: ZVW)