Neue Einsatztaktik für Klinik

26.04.13 - 18:31 - Florian Claß
Feuerwehr muss sich im Neubau gut auskennen / Budget reicht nicht mehr aus
Winnenden. Wenn das neue Kreiskrankenhaus in Betrieb geht, hat die Freiwillige Feuerwehr dafür eine besondere Einsatztaktik entwickelt. Stadtbrandmeister Harald Pflüger erläuterte sie im Gemeinderat.

Das große Gebäude bedeutet für die Rettungskräfte: Lange Wege, lange Schlauchleitungen, alles muss ins Gebäude gebracht werden. Harald Pflüger umriss kurz, dass sich die Einsatzleitung im neuen Gebäude gut auskennen muss, damit sie im Brandfall den richtigen Aufstellpunkt für die Fahrzeuge bestimmt. Von dort aus sollen die Wege für die Feuerwehrleute so kurz wie möglich sein. Außerdem gehöre zum Konzept, dass sich die Patienten von Station zu Station verschieben lassen, bevor man sie evakuieren muss. Drittens setzt Harald Pflüger darauf, dass baulich für eine großflächige Entrauchung gesorgt wird, denn wenn giftiger Rauch durchs Gebäude ziehe, sei das eine große Gefahr. „Im Gebäude werden 5000 Rauchmelder installiert. Ich hoffe auf eine Probezeit, bei der wir viele Stellen mit fehlerhafter oder irrtümlicher Bedienung ausmerzen können“, sagte Pflüger zum Thema Fehlalarme.

Ein Drittel der Alarme ist böswillig oder irrtümlich ausgelöst

Die gehen von Brandmeldeanlagen aus und sorgen bei Feuerwehrangehörigen und ihren Arbeitgebern für Unmut. „Allerdings sind die Anlagen besser geworden, früher hatten wir zehn in Winnenden, heute sind es 46, die Zahl der Fehlalarme ist gleich geblieben.“

Beim Budgetbericht merkte Pflüger an, dass eine Aufstockung nächstes Jahr nottut. Die Ausgaben sind in vielen Bereichen gestiegen, durch die Zunahme der Brände, mehr Ausbildung und höhere Entschädigung für Ehrenamtliche. Seit Jahren baut die Feuerwehr deshalb ihr Erspartes ab.

Quelle: Winnender Zeitung vom 26.04.2013

Fürs neue Rems-Murr-Klinikum entwickelt die Winnender Feuerwehr eine spezielle Einsatztaktik. Archivbild: Habermann (Winnender Zeitung)


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